Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 180 mal aufgerufen
 Biete - Suche
minisailor-007 Offline



Beiträge: 100

07.04.2015 13:45
Schiffsmodell "Gesine von Papenburg" zu verkaufen antworten

Mein Patenonkel hatte sich seinerzeit für viel Geld ein Schmacken-Modell von einem professionellen Modellbauer bauen lassen, aber als Schüler konnte ich mir so etwas nicht leisten (Standmodell in Vitrine).
Da habe ich selbst angefangen, Modelle zu bauen.
In den Büchern von Horst Menzel fand ich Pläne zu Schmacken nach Af Chapman und die Baupläne der "Gesine von Papenburg" (1984 gebaut in der Meyer-Werft in Papenburg) waren ebenfalls hilfreich.
Nun habe ich das Modell einer Schmacke gebaut, im Maßstab 1:48, ca. 120 cm hoch, 160 cm lang, aber keinen Platz mehr, um es unterzubringen. Ich habe es als "Fahr-Modell" gebaut, mit Fernsteuerung, Elektrik und Motor, um es sicher zurück an Land bringen zu können.
Anbei eine Auswahl an Fotos vom Modell. Die Figuren der Besatzung sind abnehmbar.

Mit freundlichen Grüßen aus der Lüneburger Heide

Jürgen Schmacker

Email: j.schmacker@freenet.de

Schmacker Offline



Beiträge: 1

08.04.2015 14:44
#2 RE: Schiffsmodell "Gesine von Papenburg" zu verkaufen antworten

Na ja, die Baupläne der "Gesine von Papenburg" waren für den Bau hilfreich, weil es für Schmacken keine Baukästen gibt. Das Modell, das Sie hier sehen, ist der "Gesine" nachempfunden, aber nicht baugleich und läuft unter dem Namen "Godewind". Die Rumpfform ist nach G. Kragt (1777), wie sie bei Horst Menzel im Buch "Smakken,Kuffen, Galioten" auf S. 37 dargestellt ist (ISBN 3-8225-0413-0).
Schmacken gehörten zu den Frachtseglern, die seit dem 15. Jht. an der Nordseeküste und in den niederländischen Kanälen die Versorgung der Menschen mit allem Lebensnotwendigen erledigten. Sie waren auf maximale Traglast ausgelegt, oft auf Kosten der Segeleigenschaften. Deshalb wurden sie auch gelegentlich als "Fahrender Holzschuh" oder etwas ähnlich abfälliges bezeichnet. Vielfach wurden sie "nach Augenmaß" ohne Pläne gebaut, und nach dem 1. Weltkrieg mit der aufkommenden Motorschifffahrt war ihr Ende besiegelt. Fast alle dieser Frachtsegler mit Holzrumpf verschwanden schlagartig von der Nordsee.
Als Plattboden-Schiff ohne echten Kiel, nur mit einem Strack nach Achtern unter den kraveel gesetzten Bodenplanken, ansonsten nur durch die Seitenschwerter halbwegs auf Kurs gehalten, ist es immer eine große Herausforderung, das Schiff - oder das Modell - am Schluss der Fahrt in den Zielhafen zu bringen. Seitenböen sind da wirklich eine große Gefahr, die schnell zum Kentern führen kann. Meine Erfahrungen mit der Abdrift des Modells bestätigen dies.
Auf der Meyer-Werft war die Lösung einfach: der Metall-Rumpf der "Gesine von Papenburg" hat so viel Eigengewicht, dass er gut als Gegengewicht für die Segel taugt. Als Modellbauer musste ich mit einer abnehmbaren Blei-Bombe nachhelfen, damit das Modell als Standmodell, in der Zeit, wo es nicht gefahren wird, noch authentisch wirkt.
Fotos von der "großen" "Gesine von Papenburg" finden Sie unter http://www.gesine-von-papenburg.de Dort steht auch etwas zur Geschichte des Schiffstyps und sein Bezug zu Papenburg.
Ich werde noch einen ausführlichen Baubericht des Modells schreiben ...

 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen