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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 97 mal aufgerufen
 Modellwerft, Werkstatt
minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

12.06.2014 16:37
Saturn - Ketsch von F.K. Ries antworten

Saturn - Ketsch von F.K. Ries
690/691/693/694/698 - zum Überhang des langen schmalen Hecks
Abgeschickt von [Ralph] am 31 Oktober, 2003 um 11:30:13

Ahoi Segelkameraden,
als letztens die „Saturn“ von Altmeister F.K. Ries bei Ebay zur Auktion stand, habe ich zugeschlagen. Obwohl auf der Angebotsseite der Zähler nach Ablauf der 10 Tagen fast 1000 Clicks auswies, konnte ich zu meiner großen Überraschung die riesige, nahezu fahrbereite Ketsch für nur 247,- € ersteigern.
Die Verarbeitung der riesigen Yacht ist perfekt und das ganze Schiff sehr gut erhalten. Außerdem findet man viele gut durchdachte und gemachte Details. Gewisse Bedenken habe ich aber wegen des ausladend breiten und, nach den Fahrbildern zu urteilen, recht tief hängenden Hecks. Wird sich das nicht „festsaugen“? Dieses Heck hat aber wohl Methode. Denn F.K. Ries behauptet in einem seiner Bücher, aus der „Mistral“ von Hegi könne ein schnelles Schiff gemacht werden, indem der Überhang des langen schmalen Hecks abgesägt werde. Was meint Ihr dazu?
Die 1, 60 m lange und 2, 60 m hohe „Saturn“ kommt nun im Stile eines M-Bootes der 70er Jahre daher. Da ohnehin der Deckel fehlt, möchte ich die Gelegenheit nutzen und das Schiff moderat mit etwas Scale-Schnick-Schnack, insbesondere einer Plicht mit Steuerruder ausrüsten. Dazu bräuchte ich (Vor-)Bilder. Es sollte eine rennmäßig ausgerüstete Ketsch der 70er Jahre mit flachem Deck und einer Länge ü.a. zwischen 14 m und 20 m sein.
Hat jemand eine Idee?

Ralph

minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

12.06.2014 16:38
#2 RE: Saturn - Ketsch von F.K. Ries antworten

690/691/693/694/698 - Re: Ketsch "Saturn" von F.K. Ries
Abgeschickt von [Gerd Neumann] am 31 Oktober, 2003 um 20:27:35
Antwort auf: Ketsch "Saturn" von F.K. Ries von Ralph am 31 Oktober, 2003 um 11:30:13:

Deine Frage ist sehr berechtigt: nach meinem Wissen wurden alle Schiffs-Modelle die Hegi vertrieb, von F.K. Ries konstruiert!! Warum soll er an seiner eigenen Konstruktion nach der Veröffentlichung als Bausatz MISTRAL, das Heck kürzen???? Ich selbst habe mit einer MISTRAL in den 60-ern in der damaligen NAVIGA Klasse F-5 X einen Hessenmeistertitel gewonnen!
Ich würde das Modell wie es ist erstmal segelklar machen. Bei der Erprobung kann man ja feststellen ob der Altmeister einen Fehler in seiner Rumpfkonstruktion hat. Halte ich aber bei diesem alten Segelfuchs für unwahrscheinlich!! Hat der Erbauer "gemurkst" und nicht nach Plan gebaut????
Auf Verdacht würde ich kein Heck absägen!!! Suche zuallererst mal nach dem Originalplan von F.K. Ries und vergleiche Zeichnung und Modell!!!

Viel Erfolg!!

minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

12.06.2014 16:38
#3 RE: Saturn - Ketsch von F.K. Ries antworten

690/691/693/694/698 - Re: Ketsch "Saturn" von F.K. Ries
Abgeschickt von [thomas dreyer] am 01 November, 2003 um 20:21:19
Antwort auf: Ketsch "Saturn" von F.K. Ries von Ralph am 31 Oktober, 2003 um 11:30:13:

Hi,
wenn ich das richtig in Erinnerung habe, so ist Dein ersteigerter 2-Master Saturn ein Boot der Firma Klug bzw. Stephanek (?) aus Öhringen. Und soviel ich früher dazu mal erzählt bekommen habe, hat "Altmeister" Ries mit der Konstruktion dieses Bootes nichts zu tun - es entspricht auch nicht seinen üblichen Linien. Es heißt auch nicht Saturn sondern eher Monsun (oder das war der ursprüngliche 10R mit selben Rumpf).
Nichtsdestotrotz ist es ein sehr schönes Schiff. Gratulation, eine schöne Rarität - und damals sehr teuer gewesen!!!
Ries hat aber mal in einem seiner Bücher auch einen Zweimaster beschrieben - aber das ist ein völlig anderes Boot.
Mistral von Hegi: Hat ja nun mit der "Saturn" oder wie immer sie auch hieß, nichts zu tun, sind zwei grundlegend unterschiedliche Schiffe. Bei der Mistral ist allerdings das lange Heck nicht gerade optimal in Sachen Wasserablauf. Von daher hat der Konstrukteur völlig recht, den Überhang hinten bis zur Wasserlinie zu kürzen und dann eben einen negativen Spiegel zu machen = bessere Wasserablauf. Die runde Ausführung war sicher ein Zugeständnis an die Fertigung des Tiefziehrumpfes und vielleicht an die Optik für die damalige Zeit...
Viel Spaß mit der Saturn - ein Vorbild in der von Dir gewünschten Art und das als Zweimaster kenne ich nicht. Aber die Phantasie kann ja was machen...

Gruß
Thomas

minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

12.06.2014 16:39
#4 RE: Saturn - Ketsch von F.K. Ries antworten

690/691/693/694/698 - Re: Ketsch "Saturn" von F.K. Ries
Abgeschickt von [Ralph] am 02 November, 2003 um 17:31:59
Antwort auf: Ketsch "Saturn" von F.K. Ries von Ralph am 31 Oktober, 2003 um 11:30:13:

Besten Dank
Für Eure Meinungen !
Meine Ketsch sieht der auf Seite 8 des Buches "Fernlenksegelboote" von F.K. Ries zum Verwechseln ähnlich. Nur daß sich im Segel ein stilisierter Saturn befindet. In seinem anderen Buch „RC-Jachtbau Praxis“ beschreibt er am Ende den Bau der "Mistral 2". Diese hat zwar eine ähnliche Takelage aber offenbar einen anderen Linienriß. Was die beiden Schiffe genau miteinander zu tun haben, wüßte ich natürlich gerne.
Die M-Boote von F.K. Ries haben eine ganz ähnliche Rumpfgestalt. Langer spitzer Überhang vorne und ein breites tiefes Heck. Auf den Abbildungen hängt der Spiegel bei Fahrt immer im Wasser. Ich wollte das heute selber erproben. Wir hatten aber für eine Jungfernfahrt etwas reichlich viel Wind. Und ich hatte die Besorgnis, daß der Wind mir das Riesenviech vom Ständer haut. Da habe ich mich trotz des schönen Wetters sehr beherrscht. Schade.

Ralph

minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

12.06.2014 16:39
#5 RE: Saturn - Ketsch von F.K. Ries antworten

690/691/693/694/698 - Re: Ketsch "Saturn" von F.K. Ries

Hallo,
habe die Mittagspause genutzt und war bei strahlend schönem Herbstwetter kurz am See. Also die Befürchtung mit dem zu tief hängenden Spiegel nehme ich zurück. Das Heck kommt ausreichend frei. Das Boot macht für einen Einrümpfer durchaus ordentlich Fahrt. Gewisse Nachteile haben sich aber an der Besegelung gezeigt. Das Großsegel wird ja an einer Spreizgaffel über eine zweite Schot geführt. Trotzdem zeigt sich das Achterliek instabil und knickt in Höhe der vorderen Enden der Segellatten gerne etwas nach Lee weg. Zu vermeiden ist das nur, wenn ich an der Spreizgaffel den Bauch ganz raustrimme, was aber nicht der Sinn der Sache ist. Also werde ich wohl oder übel an den Segellatten etwas ändern.
Etwas getäuscht sah ich mich in der Vermutung, daß das doch immerhin 1, 60 m lange Schiff richtig Wind verträgt. Jedoch ist die Ketsch schon mit gut zwei Windstärken bestens bedient. Bereits bei Böen zwischen 3 und 4 Windstärken macht der Riesenbesan sie unangenehm luvgierig. (Ich höre schon Bobby Schenk sagen, „ich sage es ja immer. . .“) Nun kann ich zwar durchaus das Vorstag weiter vorne anschlagen, was aber den Nachteil hätte, daß ich es noch weiter vom Drehpunkt des Fockbaumes entferne. Die beste Lösung wäre vermutlich ein kleinerer Besan. Ich denke, ich werde für Fock und Besan erst einmal Trimmservos nachrüsten.

Ralph

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