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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 53 mal aufgerufen
 Fernsteuerung, RC-Technik
minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

09.06.2014 21:52
Servowahl für Segelführung antworten

Servowahl für Segelführung
1431/1432/1433/1435 -
Abgeschickt von [Florian] am 11 Mai, 2006 um 16:33:45

Moin Moin...
folgende Lage: ein Modell-Segler hat eine Segelfläche von x dm²,
wie groß muß der Servo sein, wenn x = 20 dm²?
Und wie sieht es aus wenn die Segelfläche sich verändert? Wie lange reicht ein "standard" Servo,
ab wann benötige ich einen Segelverstellservo oder eine Segelwinde? Worauf muß man achten? Kann ich bei einem kleinen Modell mit einem Standardservo eine Genua realisieren?
Ja, viele Fragen. Ich hoffe auf viele Antworten
@Administrator: Falls hier ein paar Erfahrungen zusammenkommen wäre das vielleicht eine gute Ergänzung in der Rubrik Modellbau. Vielleicht als Tabelle.

Gruß Florian

minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

09.06.2014 21:52
#2 RE: Servowahl für Segelführung antworten

1431/1432/1433/1435 - Servowahl für Segelführung
Abgeschickt von [Ralph Sutthoff] am 12 Mai, 2006 um 11:45:45
Antwort auf: Servowahl für Segelführung von Florian am 11 Mai, 2006 um 16:33:45:

Hallo Florian,
ein Standardservo kann in etwa das Vorsegel einer 1 Meter-Yacht bei viel Wind bedienen. Für das Groß müßte schon ein zweiter, etwas kräftigerer Servo her, wenn nicht nur bei Flaute gesegelt werden soll. Eine Genua ist wegen der langen Schotwege und der Platzverhältnisse unter Deck meist besser mit einer Winde als mit einem Servo zu betreiben.
Die benötigte Kraft eines Segelverstellmotors hängt von vielen Faktoren ab: Ein Standardservo kann z.B. als zusätzliches Servo mit kurzem Hebelarm und geringem Einstellwinkel am Segel auch ein sehr großes Segel trimmen.
Grundsätzlich ist zur Segelverstellung der Einsatz von langsameren Servos mit großem Winkel, möglichst 180 Grad, sinnvoll.
Bei Ebay kann man sog. „Segelwinden“ zwar mit Trommel aber nur einer 1/2 Umdrehung für unter 20,- € schießen. Als Segelwinde ist das natürlich Blödsinn aber als kleines, leichtes, preisgünstiges Segelverstellservo ideal. Ein kräftiges Segelverstellservo kostet dagegen so viel wie eine Segelwinde.

Ralph

minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

09.06.2014 21:53
#3 RE: Servowahl für Segelführung antworten

1431/1432/1433/1435 - Servowahl für Segelführung
Abgeschickt von [Tom] am 12 Mai, 2006 um 16:21:23
Antwort auf: Servowahl für Segelführung von Florian am 11 Mai, 2006 um 16:33:45:

Minisail ahoi!
Meiner Meinung nach ist die nötige Kraft (bzw. das Drehmoment) des Servos abhängig vom Gewicht des Modells bzw. eigentlich vom Ballastgewicht, da dieses ja die rückstellende Kraft gegenüber der Kraft darstellt, die durch den Winddruck auf das Rigg ausgeübt wird.
Im extremsten Fall (die Vertikalachse wird in die Horizontale ausgelenkt, das Boot wird also um 90 Grad geneigt) müßte das Drehmoment des Servos dem Moment entsprechen, welches das Ballastgewicht (abzüglich einem kleinen Auftriebsanteil) ausübt.
Bei einem Ballastgewicht von 1 kg in 10 cm Abstand zur Drehachse braucht man also ein Drehmoment von 100 Ncm (soviel hat beispielsweise die robbe Segelwinde SW1).

Modellskippernde Grüsse,
Tom

minisail-webmaster Offline



Beiträge: 975

09.06.2014 21:53
#4 RE: Servowahl für Segelführung antworten

1431/1432/1433/1435 - Servowahl für Segelführung
Abgeschickt von [Borek Dvořák] am 17 Mai, 2006 um 09:23:40
Antwort auf: Servowahl für Segelführung von Florian am 11 Mai, 2006 um 16:33:45:

Hallo Florian,
die Antwort auf Deine Frage steht im vth-Fachbuch "RC-Segellmodelle", Kapitel 7.3 ab Seite 163. Da die benötigte Stellkraft von der Segelfläche, der Länge des Schotwegs und der Art und Geometrie des Riggs abhängt, halte ich eine einfache Richtwert-Tabelle nicht für geeignet, man sollte die Stellkraft stets individuell berechnen.
Auch die Verluste durch die Schotführung sollten einkalkuliert werden. Man kann etwa mit 2% Verlust durch jede kugelgelagerte Umlenkrolle (bei einer Gleitgelagerten etwa 3 bis 4%) rechnen, die Verluste durch die Reibung der Schot an der Rollenscheibe betragen je Scheibe weitere etwa 2%. Achtung, die Verluste multiplizieren sich.
Insgesamt ist es zum Glück so, daß wesentlich geringere Kräfte benötigt werden, als man nach Gefühl schätzen würde. Man muß also nicht unbedingt immer rechnen, es sei denn, man ist auf jeden Gramm Gewichtseinsparung angewiesen oder es handelt sich um einen Gaffelsegler mit einem naturgemäß längeren Schotweg. Für Dein Beispiel mit nur 0,2 m² Fläche sollte beim Bermudarigg ein Standardservo locker reichen.

Gruß
Borek Dvořák

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